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Recherchen zu Nazis aus Leipzig und Umfeld

Von “GAMMA”
http://wkl.50webs.org/files/gamma176_web.pdf

 

Am Samstag den 22.09.2007
eröffnete in Leipzig ein Naziladen der Marke “Thor-Steiner” (Richard-Wagner-Straße, Ecke Hallischen Tor). Kurz danach gab es bereits die ersten Aktionen von AntifaschistInnen. Ca. 300 Menschen versammelten sich spontan vor dem Laden und demonstrierten gegen den Nazi-Shop. Die Leipziger AntifaschistInnen kündigten weitere Aktionen für die kommenden Tage an. Zivilgesellschaftlicher Protest bewirkte bereits in Berlin und Magdeburg die Schließung der dort ansässigen Thor-Steiner Läden ab 2008.

Beteiligt euch am Protest gegen Nazi-Läden. Auch in eurer Stadt oder Umgebung!!!

 

Nazis am 13.02.07 in borna
Wohl ahnend, dass die für einen wochentag angemeldete demo in dresden aus anlass des 13.02.1945 (bombardierung der stadt dresden durch englische und amerikanische bomber) in diesem Jahr nicht so viele teilnehmer anziehen würde, wie in den vorjahren, verfielen die nazis auf die äußerst „originelle“ idee, dass die zu hause bleibenden doch in ihren heimatorten einen gedenkmarsch oder ähnliches veranstalten sollten. damit sollte auch der anschein einer „deutschlandweiten“ bewegung entstehen. vor diesem hintergrund trafen sich am 13.02.2007 in borna wohl all die bornaer “kinder”nazis, die aufgrund ihres alters weder auto noch führerschein besitzen, noch von mutti die erlaubnis zu einer fahrt nach dresden bekommen hätten. Ca. 60-70 jungnazis standen dann ab ca. 17.30….auf dem platz vorm rathaus in borna rum und kamem ewig nicht los, was wohl daran lag, dass an der gegenüber liegenden seite des platze sich die antifa versammelt hatte und die polizei wohl lange überlegte, ob sie es sich antun könnte, mit ihren verhältnismäßig wenigen leuten die demo durchzusetzen. auch schienen die anmelder der nazidemo nicht so recht bescheid zu wissen, wie sie nun die polizei dazu bringen könnten, endlich den weg für sie frei zu räumen.

nach ewiger rumsteherei formierte sich dann die polizei und begann, die antifaschisten, die nun zu etwas mehr leben erwachten, in richtung reichsstraße (furchtbarer name) abzudrängen und den jämmerlichen aufmarsch der nazis den weg frei zu machen. ob des mottos des tages trugen die nazis 2 stoffplakate mit der Aufschrift „13.02.45 –Kein vergeben, kein vergessen“ mit sich und einige grablichter vor sich her und hatten sich, damit sie etwas „mehr“ aussahen in 2 blöcken formiert. vor dem abmarsch gab eine führungshansel zu erheiterung der umstehenden noch mal die anweisung, die kameraden sollten sich doch vom „roten pöbel auf keinen fall provozieren lassen und schön die hände aus den taschen nehmen“. unter schutz der polizei, welche die antifas mittlerweile am tor in eine seitengasse abgedrängt hatte, marschierten die 2 kinderblöcke dann auf den platz daneben und hielten antifa eine art gedenkkundgebung ab, um anschließend heim zu mama zu flüchten. Die kundgebung wurde gut von der antifa beschallt und die nazis anschließend noch ein wenig in richtung mama begleitet. ;-)

alles in allem eine lächerliche veranstaltung, die unter den anfangs noch anwesenden neugierigen normalbürgern eher auf ablehnung stieß.

bedenklich stimmen sollte aus linker sicht jedoch, dass sich in der eher kleineren stadt borna eine gruppe junger nazis aus borna und umgegebung in solcher größe zusammenfand, ohne unterstützung der „alten“ und „schläger“ nazis, welche eher in dresden unterwegs waren. hier scheint doch ernsthaft die gefahr einer sich neu herauszubildenden nachwuchsklientel a la muldental zu bestehen, falls nicht rechtzeitig interveniert wird…

antifaschistischen widerstand organisieren!X

 

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